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RAMADANBRIEF 04-1432

 

Liebe Geschwister,

assalamu alaikum wa rahmatullah wa barakatuh.

 

20% des Monats Ramadan sind verstrichen!

 

Haben wir RAMADAN-1432 schon mindestens zu 20% zu einen besonderen Monat verwandelt? Wenn nicht, wann dann? Bald werden wir beschäftigt sein. Vieles werden wir versuchen nachzuholen: Koran-Lesen, Sadaqa, Qiyamullail, … usw. Und unser Interesse an Ramadan wird wie jedes Jahr leider zugunsten der Statistiken schrumpfen:

  • Wie viel noch lesen, statt wie lesen, verstehen und praktizieren…?
  • Wie viel Spenden, statt wie viel Not lindern…?
  • Wie viele Nächte in der Moschee verbringen, statt wie Allah näher gekommen…?
  • oder,… oder,… oder,…

 

Wegen der Statistiken erinnere ich mich in den letzten sechs Tagen an zwei Facebook-Eintragungen:

  • „Hurra noch 17 Stunden bis zum Iftar“
  • „Schön, schon 10 Stunden und vier Tage des Ramadans geschafft“

 

Das sind keine Krankheiten von Facebook, sondern von uns Menschen. So drastisch hat sich unser Umgang mit Ramadan verändert: Die Stunden zählen bis die Tage vergehen. Können wir davon ausgehen, dass diese Personen mit Freude gefastet haben? Und falls die Freude vorhanden ist, ist sie eher die kulturelle, traditionelle Freude oder die religiöse Freude für die Barmherzigkeit, Vergebung und Befreiung von der Strafe des Feuers, die uns in Ramadan versprochen wird?

 

Wir haben noch nichts verloren, wir können unsere Niyya/Absicht in den restlichen Tagen korrigieren, damit sie uns ins Paradies leitet… Amin!

 

 

Bitte verliert keine Zeit, 80% der Abende (8 von den ersten 10 Ramadan-Abenden) mit der Barmherzigkeit sind bereits rum.

Dann lasst uns nun das Drei-Punkte-Programm angehen:

1.                 Ziel setzen!
Wir haben nur das Eine im Kopf: Entweder erreichen wir das Paradies, oder wir erreichen das Paradies! Wir suchen alle Möglichkeiten und Alternativen, damit das Ziel möglichst bald erreicht wird. Hilft das Koran-Lesen, dann lesen wir! Hilft der Duaa, dann bitten wir! Hilft die Abgabe der Sadaqa, dann zahlen wir! Hilft die Ehrung der Eltern, dann zeigen wir diese!

2.                 Die Verschwendung bekämpfen!
Unser Leben ist mehr als die Summe der Zeiten (dazu Taten und baraka),… wir dürfen die Zeiten nicht verschwenden.
Unser Reichtum ist mehr als die Summe des Besitzes (dazu Löhne bei Allah),… wir dürfen nicht verschwenderisch sein… und auch nicht geizig sein!
Unsere Sadaqa ist mehr als die Summe der Gelder (dazu Barmherzigkeit und Lächeln),… dann dürfen wir nicht daran sparen!

3.                 Ikhlas (Reinheit der Absichten) für Allah!
Sonst ist alles umsonst und die Belohnung wird nicht erreicht.
Wir werden ab jetzt alles tun, nachdem wir die Niyya/Absicht erneuert haben
- Jede Nacht die Niyya für das Fasten
- Jeden Qiyam die Niyya für das Beten
- Jedes Essen, jeder Schlaf, jeder Besuch, jede Nasiha, jede Sadaqa bzw.       
 Spende, jede Hilfe,… die Niyya ist vor den Taten wie eine Lokomotive.

 

Ich will euch erzählen, was mich seit drei Stunden ärgert:

Ich war heute (6.8.) in der Zeit von 20:30-20:50 Uhr am Frankfurter Flughafen. Eine interessante Durchsage in deutscher Sprache ertönt aus den Lautsprechern. Es gibt ein Iftar für Muslime in der Moschee. Dann folgte die englische Version, dass in der Abflughalle B in der Moschee nach dem Abendgebet ein gemeinsames Iftar für alle Fastenden unter den Passagieren und Bediensteten des Flughafens veranstaltet wird. Ich habe meinen Ohren nicht getraut, ich suchte mein Handy und wollte mich für die Wiederholung vorbereiten, um die Ansage aufzunehmen. Dann folgte die arabische Version, leider ohne Benennung der Bediensteten des Flughafens. Fünfzehn Minuten lang stand ich am Flughafen mit aufnahmenbereitem Handy, jedoch leider erfolglos, denn die Durchsage wurde nicht wiederholt. Ich rief den Imam der Moschee an und bat ihn, mir durch seine Bekannten eine Kopie der Durchsage und vielleicht Fotos des Iftars zu senden. Falls ich sie bekomme, werde ich sie euch selbstverständlich posten. Ich musste mich beeilen, da mein Zug um 20:54 Uhr fahren würde. Als die Türen des Zuges geschlossen wurden, habe ich mir Vorwürfe gemacht: „Warum bist du nicht geblieben, um selber Fotos zu machen und um die Durchsage aufnehmen zu können?“ Ich wäre mit sechsstündiger Verspätung zuhause angekommen, jedoch wären es diese Dokumente Wert gewesen.

Jetzt freue ich mich zwar, dass ich diese Durchsage gehört habe, aber leide darunter, dass ich die Dokumente nicht habe. Betet bitte für mich, dass ich diese bald erhalte,… Amin!

 

Haben wir uns nicht von Beginn an gewünscht, aus RAMADAN-1432 einen außergewöhnlichen Ramadan zu gestalten? … Da ist das erste Tröpfchen!

Ich bitte alle Geschwister, denen solche außergewöhnlichen Erlebnisse widerfahren, davon zu berichten. Wir möchten diese seltenen Ereignisse Ramadan1433 nächstes Jahr vermehrt sehen und sie inshA Ramadan1435 zur Norm etablieren.

Vor etwa drei Jahren habe ich am Bremer Hauptbahnhof ein RAMADAN-ZELT gesehen. Es war außergewöhnlich. Jetzt gehört das Zelt zur Norm in Bremen. Die Stadt Marburg startete vor 2 Jahren mit dem Ramadan-Zelt, andere Städte folgten, und andere kämpfen noch um eine Aufstellgenehmigung in der Mitte des Stadtlebens.

 

Möge Allah taala uns in diesem Ramadan den Erfolg zukommen lassen, sodass wir unser Drei-Punkte-Programm mit Erfolg ausführen.

 

Amin!

Wassalam

Ahmad Al-Khalifa

 

 

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