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 IGD hat am 1.12.13 ihren Präsidenten gewählt:

 

 

Samir Falah wird die IGD in den kommenden vier Jahren führen 

Die Mitgliedervollversammlung hat Samir Falah als Präsidenten der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland e.V. bestätigt.

Samir Falah ist Diplom Informatiker aus Karlsruhe und gehörte bereits in den letzten Amtsperioden dem Vorstand der IGD an, zuletzt mit dem Aufgabenbereich Jugend und Studentenarbeit. Der Vater von vier Kindern hat sich zum Ziel gesetzt in den kommenden vier Jahren die Arbeit in den Moscheegemeinden und ihre Professionalisierung in den Vordergrund der Bestrebungen zu stellen.

Die IGD, die Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. wurde 1958 gegründet und ist eine der ältesten islamischen Institutionen in Deutschland.

 

 

Zu seinem Stellvertreter ist Dr. Anis Al-Doaiss gewählt worden:

 

 

                                                                     

 

 

Liebe Geschwister im Islam,  liebe Mitbürger,   

2008 begingen wir das 50-jährige Jubiläum der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland e.V. Die IGD, bereits 1958 in München gegründet ist eine der ältesten muslimischen Institutionen in Deutschland. Seit ihrem Bestehen hat sich die Gemeinschaft im Besonderen für eine flächendeckende Versorgung der Muslime mit religiösen Dienstleistungen eingesetzt. Über Jahre hinweg war sie an vielen Errichtungen islamischer Gemeindezentren beteiligt und hat bereits von Beginn an besonderen Wert auf Deutschsprachigkeit gelegt. Die IGD war und ist davon überzeugt, dass die Zukunft des Islams in Deutschland nur dann erfolgreich gestaltet werden kann, wenn es den Muslimen gelingt, ein bereichernder Teil der Gesellschaft zu werden.

Deshalb erschien z.B. die Zeitschrift Al Islam bereits im Gründungsjahr in der deutschen Sprache. Die Herausbildung einer islamischen Identität im deutschen Kontext bleibt auch für die kommenden Jahre die größte Herausforderung der sich die IGD gegenüber gestellt sieht.

 

Die IGD hat für diese Identitätsstiftung der Muslime, für die Bildung einer deutschsprachigen muslimischen "Community" und für die Religionsausübung der Muslime durch vielfältige Aktivitäten einen erheblichen Beitrag geleistet. Zunächst zählen hierzu selbstverständlich die Errichtung von islamischen Zentren, sowie die Unterstützung von islamischen Projekten in nahezu allen deutschen Städten mit relevantem muslimischem Bevölkerungsanteil. Die kontinuierliche Herausgabe von islamischen Publikationen in deutscher Sprache zu den unterschiedlichsten Themenbereichen spielte und spielt nach wie vor eine zentrale Rolle.

 

Innerhalb der islamischen Zentren sind neben den gottesdienstlichen Angeboten vor allem die sozialen Angebote von besonderer Wichtigkeit. Die Gläubigen benötigen eine dauerhafte seelsorgerische Betreuung und nehmen die Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendbetreuung, im Bereich der Frauenaktivitäten als auch im Bereich der Lebensberatung mit großem Interesse an. Hierbei ist zu betonen, dass sich die IGD und insbesondere auch ihre Imame immer mehr als kompetente Mediatoren in Fragen von Familienproblemen oder Generationsproblemen ausgezeichnet haben. Die IGD und ihre Moscheegemeinden sind eine der Pioniere in Aktionen gegen Zwangsheirat und seit Jahren eine bekannte Adresse für Konfliktlösungen im familiären Bereich.

 

Darüber hinaus hat sich die IGD stets für den Dialog der unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen  und die Integration der Muslime in die Mehrheitsgesellschaft eingesetzt. Dies geschah und geschieht durch die Thematisierung dieser wichtigen Herausforderung in der alltäglichen Arbeit und die Organisation von vielen Begegnungen und Aktivitäten in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern der Mehrheitsgesellschaft. Ermöglicht wird diese wichtige Arbeit vor allem durch den unermüdlichen Einsatz der lokalen Kooperationspartner und Zentren der IGD.

 

Als IGD ist es uns ein besonderes Bedürfnis deutlich zu machen, dass wir uns als fester Bestandteil unserer Gesellschaft verstehen und eine Bereicherung für diese sein wollen. Auch das Jahrestreffen 2008 unter dem Motto Teil haben – Teil Sein sollte dies unterstreichen und der muslimischen Gemeinschaft sowie der Mehrheitsgesellschaft Impulse für dieses wichtige Anliegen eines harmonischen Zusammenlebens geben.

 

 

 Woher wir kommen....   

 IGD Gestern

 

Bereits 1958 wurde in München die Gemeinschaft als Moschee-bauinitiative gegründet, und seit der Gründung wurde die Zeitschrift Al-Islam als Forum deutschsprachiger Muslime herausgegeben, die zur Zeit ruht und deren Onlineversion vorbereitet wird, um den modernen Medien Rechnung zu tragen.        

In der Moscheebauinitiative München e.V. hatten sich Muslime zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkrieges zusammengefunden und die Notwendigkeit gesehen einen angemessenen Platz für ihre Treffen und Aktivitäten und Gebete zu errichten. Es sollte jedoch bis 1973 dauern, bis die Moschee in München–Freimann fertig gestellt werden konnte. Die 1962 in Islamische Gemeinschaft in Süddeutschland e.V. umbenannte Institution engagierte sich bereits sehr früh im Bereich muslimischer Bildungseinrichtungen. Nachdem sie einen Platz in unmittelbarer Nähe des Klärwerks und außerhalb der Münchener Stadtgrenzen erhalten hatte, entwickelte sich das Zentrum bald zu einem Kristallisationspunkt

 So konnte im Jahre 1973 der erste muslimische Kindergarten der Islamischen Gemeinschaft in Süddeutschland eingeweiht werden und im Jahre 1979 erwarb man ein Grundstück zum Betrieb einer muslimischen Grundschule, die dann im Jahre 1980 offiziell als Deutsch-Islamische Grundschule vom bayrischen Schulministerium anerkannt wurde. Seit dem Ende der sechziger Jahre wurden in den verschiedenen Städten Deutschlands Moscheeräume angemietet. Die u.a. von der Gemeinschaft betriebenen Räume dienten vorwiegend der Verrichtung der gottesdienstlichen Handlungen.

 

1982 fand dann eine weitere Namensänderung in „ Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V.“ statt. In den folgenden Jahren wurden die Islamischen Zentren in Nürnberg(1984), Marburg (1986), Frankfurt (1989), Stuttgart (1992), Köln (1998), Braunschweig und Münster (2001)käuflich erworben. In 2003 unterhält die Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. zwölf eigene Zentren und koordiniert ihre Aktivitäten mit mehr als fünfzig weiteren Moscheegemeinden.

 

Wo wir sind ..... 

IGD Heute

 

Längst hat sich die früher mehrheitlich arabischsprachige Institution in eine mehrheitlich moderne, junge deutschsprachige Gemeinschaft gewandelt, die bemüht ist, das Muslimsein in Europa mitzuprägen. Mit dem Wachsen der Gemeinschaft wächst natürlich auch die Verantwortung für die Mitgestaltung muslimischen Lebens, sowohl in Deutschland, als auch in Europa. So ist die IGD Gründungsmitglied der Federation of Islamic Organisations in Europe FIOE und ebenso des Zentralrates der Muslime in Deutschland ZMD und über diesen auch an der Gründung des Koordinierungsrates der Muslime KRM beteiligt, die bemüht sind, die Belange der Muslime angemessen und würdig zu vertreten.

 

Ebenso wie die Arbeitsweise haben sich mit den Jahren auch der Inhalt und das Ziel unserer Arbeit geändert. War zunächst die bloße Einrichtung von Gebetsräumen für die Muslime – die oft ihren Aufenthalt in Deutschland als nur vorübergehend betrachteten – und die Organisation des Zusammenlebens der Hauptinhalt der Arbeit, hat sich dies nun grundlegend geändert. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass sowohl die zweite als auch die dritte Generation von Muslimen in Deutschland sich in der IGD beteiligt, möchte man das muslimische Leben in Deutschland positiv beeinflussen. Wie dies aussehen und gestaltet werden soll, ist eine der Herausforderung, die von den Muslimen immer wieder neu beantwortet werden muss.

 Die IGD ist durch ihr tagtägliches Engagement trotz widriger Umstände in diesem spannenden Prozess beteiligt. 

 

Wohin wir wollen .....

 

 IGD Morgen

 

Wir wollen darauf hinwirken, dass der Islam in seinem Verständnis als eine Religion der Mitte zu einem selbstverständlichen Bestandteil des deutschen und des europäischen Lebens wird bzw. schon geworden ist. Gerade deshalb suchen wir den Dialog mit anderen Religionsgemeinschaften ebenso wie mit politischen und gesellschaftlichen Institutionen. Gleichzeitig wollen wir auch dazu beitragen, dass die jetzt heranwachsenden Muslime ihre eigene Identität als muslimische Europäer entwickeln und bei der IGD einen Platz für einen deutschsprachigen Islam finden können. In der alltäglichen Arbeit in den Zentren der IGD und auch bei den lokalen Kooperationspartnern ist dies eines der Hauptanliegen.  Dazu gehört einerseits, dass wir unsere eigenen Positionen im Umgang miteinander und mit der Gesellschaft finden, anderseits aber im Zusammenwirken mit den anderen gesellschaftlichen Kräften uns dafür einsetzen eine gerechtere Gesellschaft zu entwickeln, in der kein Platz für Hass, Gewalt und Vorurteile ist. Die globale Situation der Menschheit macht es darüber hinaus erforderlich, gemeinsam zu begreifen, dass unsere Welt so komplex und vernetzt geworden ist, dass nur ein friedliches Miteinander die Bewahrung der Schöpfung für die nächste Generation gewährleisten kann. Deshalb haben die muslimischen Bürger in diesem Land die besondere Aufgabe Brücke zu sein zwischen West und Ost und Katalysator zu sein für den Dialog sowie für das friedliche Zusammenwirken der Zivilisationen. Nur wenn wir Muslime es schaffen in diesem Verständnis als Bereicherung für die Gesellschaft zu wirken, können gegenseitige Feindbilder von Muslimen und der Mehrheitsgesellschaft  erfolgreich zurückgedrängt werden. 

 

Möge Allah (t) unsere Arbeit segnen und uns auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft  begleiten.

 

 

Impressum:

Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V.

Roonstr.39-41

50674 Köln

 

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Islamische Gemeinschaft in Deutschland | info@igd-online.de